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Klettern und Umwelt (Klettern & Umwelt - Rücksicht und Respekt)

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Klettern und Umwelt

Klettern bzw. Sportklettern hat sich zu einem beliebten Breitensport entwickelt. Auf den Raum, den das Klettern in Anspruch nimmt, greifen wir dabei recht selbstverständlich zu. Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass es sich auch um einen Natur-Raum handelt, an den auch andere Interessensgruppen ihre Ansprüche stellen. Im Vergleich mit anderen Staaten sind wir in Österreich bislang von massiven Konflikten und großen Felssperrungen verschont geblieben.

Bouldern war und ist für die Entwicklung des Sportkletterns enorm wichtig und ist heute die Disziplin des Sportkletterns mit dem stärksten Zulauf.


Die „freie Begehbarkeit des Waldes“ (§ 33 Österreichisches Forstgesetz) ist gesetzlich verankert und gestattet jedermann den Zutritt „zum Zwecke der Erholung“. Doch es gibt auch bei uns immer wieder Probleme, wobei der Österreichische Alpenverein in einigen Gebieten gemeinsam mit den Kletterern, anderen Landnutzern und Interessensgruppen an Kompromisslösungen arbeitet und solche meist auch findet. Um schlussendlich ein gedeihliches Miteinander zu erreichen sind alle aufgerufen, sich an die gemeinsam erarbeiteten Empfehlungen zu halten. Um Schäden und Konflikte zu vermeiden, ist aber eine breite Unterstützung und die Beachtung folgender Punkte nötig.

 
 

Aktuelle Regelungen beachten!

Informiere dich über lokale Regelungen! Halte dich an bestehende Kletterverbote und Sperrzeiten! Aufgrund von Interessen der Grundeigentümer, forstlicher oder jagdlicher Erfordernisse oder Brutzeiten geschützter Vogelarten kann es zu temporären oder dauerhaften Sperrungen kommen. Auch Absperrzäune von Privatgrundstücken sind dabei zu beachten. Nur wenn diese Regelungen eingehalten werden, ist ein konfliktfreies Miteinander möglich. Wenn wir mit behördlichen Maßnahmen nicht einverstanden sind, müssen wir den Verhandlungsweg suchen.

Umweltverträglich anreisen & rücksichtsvoll parken!

Sofern es möglich ist, benutze öffentliche Verkehrsmittel. Dabei wird die Umwelt entlastet und du sparst dir auch die oft langwierige Parkplatzsuche. Fahrgemeinschaften sind eine sinnvolle Alternative. Die Parkmöglichkeiten sind in vielen Klettergebieten eingeschränkt. Trotzdem ist wildes Parken verboten, da nicht nur Anrainer und Landwirte verärgert werden, sondern auch die Vegetation Schäden davontragen kann. Nicht zuletzt kann es durch rücksichtsloses Parken zur Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit kommen.

Zustiegswege beachten & Vegetation schonen!

Beim Zu- und Abstieg unbedingt am vorgegebenen Weg bleiben. Abschneider führen zu Erosion und können auch die oft aus einer Vielzahl von Kleinstbiotopen zusammengesetzte Vegetation zerstören. Felsen mit ausgeprägter Vegetation oder stark bewachsene Wandbereiche sollten gar nicht begangen werden. Besonders sensibel ist bei im Wald liegenden Boulderfelsen vorzugehen, da sich unter den Schattenpflanzen häufig schützenswerte Arten, vor allem Flechten, Moose, Farne, aber auch Blütenpflanzen befinden. Damit die Tiere auf ihren Weiden bleiben, sind Gatter am Weg immer zu schließen.

Richtige Tageszeit beachten!

Die Zeit der Nahrungsaufnahme ist für Wildtiere sehr wichtig – besonders in den Wintermonaten. Das Zeitfenster, in dem unsere Störung am geringsten ist, beginnt eine Stunde nach Sonnenaufgang und endet eine Stunde vor Sonnenuntergang.

Keinen Müll zurücklassen!

Achtlos weggeworfene Abfälle (zB Tape, Zigaretten, Bioabfälle, ...) verschandeln nicht nur die Umgebung, auch Pflanzen und Tiere können dadurch Schaden nehmen. Bitte vorhandene Toiletten benützen! Sind keine vor Ort, sind die Fäkalien zu vergraben.

Wald und Wiesen schonen!

Da v.a. mit Kindern nicht dauernd geklettert wird, solltest du beim Spielen mit Familie und Freunden darauf achten, dass nicht achtlos durch die Wiesen gelaufen oder im Wald zu viel Lärm verursacht wird. Lagerfeuer dürfen nur an ausgewiesenen Feuerstellen gemacht werden. Hunde an die Leine! Im Wald und am Feld dürfen sie nichtfrei herumlaufen, da sie sowohl Wildtiere als auch Nutztiere gefährden. Hundekot ist auch in der freien Natur mitzunehmen oder zu vergraben.

Regionale Strukturen nutzen!

Für Übernachtung und Verpflegung ist es günstig die lokale Infrastruktur zu nutzen. So profitiert auch die ansässige Bevölkerung vom Klettersport und der persönliche Kontakt zu den Einheimischen hilft, mögliche Vorurteile gegenüber Kletterern auszuräumen. Wildes Campieren führt in der Regel nur zu Konflikten und ist auch gesetzlich untersagt.

Respekt und Stil

Im Umgang mit anderen Interessensgruppen - zB Jägern, Förstern oder Grundbesitzern - ist es besser, nicht sofort auf Konfrontation zu gehen. Im gemeinsamen Dialog findet sich meistens ein Weg der Verständigung. Ein respektvoller Umgang ist auch anderen Kletterer gegenüber angebracht, damit nicht aus Kleinigkeiten große Probleme werden.

 
 
 
 
 

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