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Skitour & Lawine: Die 10 häufigsten Fragen am LawinenUpdate (Skitour & Lawine: Die 10 häufigsten Fragen am LawinenUpdate)

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Skitour & Lawine: Die 10 häufigsten Fragen am LawinenUpdate

Diese Fragen haben die Zuseher*innen beim Live-Vortrag am meisten beschäftigt

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Lawinenupdate Livestream. Foto: Simon Schöpfzoom

35.000 Zuseher*innen haben das LawinenUpdate des Alpenvereins live mitverfolgt. Über ein Online-Umfrage-Tool hatten sie auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Knapp 1.000 Fragen wurden im Hintergrund von unseren Lawinenexperten und Bergführern Thomas Wanner und Gerhard Mössmer beantwortet. Die 10 häufigsten Fragen und die Antworten dazu haben wir hier zum Nachlesen gesammelt. 

Tourenplanung:

Als drei der besten Apps für Tourengeher*innen empfehlen wir: 

  • alpenvereinaktiv.com: Große Tourenauswahl, Tourenplanungs-Tool, Topokarten, Hangneigungslayer, aktueller Lawinenlagebericht (LLB), aktuelle Bedingungen

  • Snowsafe: Aktueller Lawinenlagebericht für ganz Österreich und Teile Europas (Frankreich, Bayern, Island, Norwegen, Polen, Slowakei, Slowenien, Südtirol, Trentino, Tschechien und Venetien)

  • White Risk: Zusätzlich zum Schweizer Lawinenlagebericht eine umfangreiche, interaktive Wissensbox zum Lernen

Um tiefer in die Materie einzutauchen, können wir unter anderem diese Links empfehlen:

Das Online-Tool Skitourenguru beruht auf einem Algorithmus, der auf der Basis valider Daten (LLB, Begehungszahlen, Topographie) ein Risiko errechnet. Ein sehr interessantes Tool mit viel Potential. Enthält im Moment vorrangig Touren in der Schweiz, wird aber in Österreich auch an Bedeutung gewinnen. Die praktische Ausbildung kann ein Algorithmus natürlich trotzdem nicht ersetzen.

Mehr zum Thema – Skitouren Videos

Unsere 4 kurzweiligen Videos zum Thema „Sicher auf Skitour“.

Notfall Lawine

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Worst-Case-Szenario Lawinenabgang: Wie läuft die Verschüttetensuche Schritt für Schritt ab, wie geht man mit der Notfallausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) um? Wie findet man Verschüttete rasch im Lawinenkegel, um sie möglichst ohne Zeitverlust bergen zu können? 

LVS-Check

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Die Kontrolle des Lawinenverschüttetensuchgerätes, der sogenannte "LVS-Check", ist eine wichtige und einfache Standardmaßnahme, die wir vor Antritt jeder Tour (Skitour, Schneeschuhwanderung, Freeride-Tour, ...) empfehlen. Und zwar am Ausgangspunkt, vor der Hütte, bei der Bergstation. 

 

Richtig Schaufeln

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Der meist längste und auch anstrengendste Teil der Lawinenrettung stellt das Ausschaufeln dar. Dabei kann man viel Zeit gut machen, aber auch viel Zeit verlieren. Je mehr Schaufler, desto besser! Aber nur, wenn jeder weiß was er zu tun hat. Es kommt auf die richtige Technik und auf die richtige Strategie an!

Richtig Sondieren

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Zeit ist Leben! Die Punktsuche mittels Lawinensonde spielt bei der Lawinenrettung eine entscheidende Rolle. Sie gibt Aufschluss über Position und genaue Verschüttungstiefe und bildet zugleich eine Nabelschnur zur verschütteten Person. Deshalb bleibt die Sonde nach einem Treffer immer stecken! Wie man sondiert und was man dabei zu beachten hat, lernt ihr in diesem Video Tutorial.

 
Skitour in den Sextner Dolomiten (Foto: Simon Schöpf)zoom

Schneekunde:

Wind ist der Baumeister von Schneebrettlawinen! Deshalb ist es für WintersportlerInnen besonders wichtig, dass sie windverfrachteten Schnee, sogenannten Triebschnee, erkennen können.

Triebschnee ist weich, aber gebunden, unregelmäßig verteilt, besonders störanfällig und schlecht mit der Altschneedecke verbunden. Er hat eine matt-weiße, fahle und nicht glitzernde Oberfläche, scharfe Kanten beim Spuren bzw. Fahren, ist unregelmäßig verteilt ("Triebschneeblasen"), häufig kammnah, hinter Geländekanten und in Rinnen und Mulden, im Lee (der windabgewandten Seite) anzutreffen.

In Sonnenhängen setzt sich der Schnee in der Regel schneller, deshalb sind Sonnenhänge meist günstiger, was die Lawinengefahr angeht. Achtung bei zu starker Sonneneinstrahlung: Dann droht starke Durchfeuchtung, die wiederum sehr ungünstig ist.

In Schattenhängen bleiben Schwachschichten länger erhalten bzw. kann sich der Schnee aufgrund tiefer Temperaturen ungünstig zu großen, lockeren und bindungsarmen Kristallen umwandeln. Diese eignen sich perfekt als Schwachschicht. 

Nein, unter 30 Grad Hangneigung können keine Lawinen abgehen (seltene Ausnahme sind Nassschneelawinen). Was aber nicht heißt, dass man unter 30° keine Lawinen auslösen kann! Man spricht hier von Fernauslösung: Der Bruch der Schwachschichte erfolgt im Flachen (oft begleitet von einem "Wumm-Geräusch"), der Bruch pflanzt sich fort und die Lawine bricht im Gelände steiler 30° ab.

Und natürlich können Lawinen auch in Gelände unter 30° vordringen. Das ist für uns Skitourengeher*innen z.B. bei Selbstauslösungen, Fern- oder Fremdauslösungen relevant.

Mehr zum Thema – Alpenverein-Publikationen

Unser SicherAmBerg "Booklet Skitouren" liefert kompakt und anschaulich die wichtigsten Fakten zur Vermeidung von Lawinenunfällen, zur richtigen Tourenplanung und zur effizienten Kameradenrettung im Notfall. Leseempfehlung für alle, die in der Wintersaison im freien Gelände unterwegs sind!


Booklet Skitouren
Cardfolder Skitouren
 
Skitour in der Brennerregion, Tirol (Foto: Simon Schöpf)zoom

Notfall Lawine:

Der Airbag ist die einzige Notfallausrüstung, die eine Verschüttung verhindern kann. Allerdings funktioniert er nur in einer bewegten Masse (in der bewegten Lawine bleiben größere Teile obenauf – "Prinzip der inversen Segregation"). Kommt die Lawine von oben, hilft der Airbag nicht. Ebenfalls nützt er nichts bei Geländefallen (tiefe Gräben, Mulden) und schützt auch nicht vor traumatischen Verletzungen (z.B. bei Aufprall an Felsen oder Bäumen).

Die Regel lautet: Notruf sofort, wenn ohne Zeitverlust möglich! Das heißt, wenn ich z.B. alleine bin und (mit Ski) von oben komme, fange ich direkt an zu suchen. Stehe ich weit unterhalb des Lawinenkegels und benötige viel Zeit für den Weg nach oben, setze ich zuerst den Notruf ab. Sind wir mehrere: Notruf an eine Person aus der Gruppe delegieren.

Weil Schaufel, Sonde sowie Erste-Hilfe-Paket inkl. Alu-Rettungsdecke und warmer Kleidung im Rucksack sind und ich diese zur Bergung und Versorgung des Verunfallten brauche.

Eine schwierige Situation unter Zeitdruck. Habe ich die erste Person geortet und der Wert des LVS-Gerätes sinkt nicht unter 1,5 m (Verschüttungstiefe), suche ich unverzüglich weiter nach der 2. Person – in der Hoffnung, dass diese weniger tief verschüttet ist und somit schneller ausgegraben werden kann.

Die Praxis macht den Meister – Ab ins Gelände!

Der abgeklopfte Spruch „Übung macht den Meister“ hat selten mehr Sinn als beim Thema Skitouren – richtiges Handeln im Notfall kann Leben retten! Deshalb: Nutzt die Ausbildungsangebote der alpinen Vereine und Alpinschulen!

Ausbildungskurse der Sektionen

Von Lawinen- und Schneekunde über Tourenplanung bis hin zum Gesamtpaket Skitourenkurs – deine Sektion ist der beste Ansprechpartner, wenn du eine kompetente Ausbildung in deiner Nähe suchst! Schau vorbei:

Cardfolder Skitouren
 

risk'n'fun

risk'n'fun ist das Ausbildungsprogramm der Österreichischen Alpenvereinsjugend. Rund um die inhaltlichen Säulen: "wahrnehmen - beurteilen - entscheiden" steht eigenverantwortliches Handeln und Entscheiden im Mittelpunkt.

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