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Gletschereis statt tropisch heiß (Gletschereis statt tropisch heiß)

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Gletschereis statt tropisch heiß

Alpine Szene Österreichs startet Aktion gegen den Klimawandel

Ziel: 200.000 Unterschriften zur Erhaltung der alpinen Gletscher und der Bergwelt als Lebens- und Erholungsraum sowie als wertvoller Trinkwasser-Speicher.

Climbers for Future. (Foto: climbersforfuture.org)

Wer sind die Climbers For Future?

Wir sind Bergsteiger, Wanderer und Kletterer, Vertreter der alpinen Szene Österreichs. Wir sind eine private, unabhängige Initiative, die Menschen aufrütteln will.

Stefan Gatt:

»Als Initiator dieser Petition ist es mein Bestreben, selbst im Klimaschutz aktiv zu sein. Dabei wünsche ich mir, dass wir Bergsteiger und Kletterer aktiv ein Zeichen setzen, indem wir jedes Jahr unseren CO2-Fußabdruck um 10 % reduzieren, etwa bei unseren Kletterreisen, beim Konsum und der Ernährung. Im Gegenzug den öffentlichen Verkehr bestmöglich nutzen und auf Kurzflüge einfach verzichten. Ich bin mir sicher, dass es die Summe der kleinen Beiträge sind, die Großes bewirken können!«


Gletscher als Symbol für alpines Ökosystem

Gletscher sind ein Symbol für das sensible Ökosysteme unserer Alpen – eines wichtigen Lebens- und Erholungsraum für viele. Sie sind durch die klimatischen Veränderungen existentiell bedroht. Die Gletscher schmelzen mit verheerenden Folgen: Die sichere und konstante Versorgung mit Trinkwasser ist gefährdet. Der Permafrost taut auf - Bergstürze, Steinschlag, Muren sind die Auswirkung. Im Großen nehmen die Wetterextreme zu - Trockenheit und Starkregen, der zu Überschwemmungen und Muren führt. Der Klimawandel verursacht dabei exorbitante Kosten für uns Steuerzahler – Gelder, die wir sinnvoller für klima-positive Maßnahmen verwenden sollten.

Nur ein Beispiel:
Am 11.10.2019 verlautbarte das Bundesministerium für Infrastruktur (BMVIT) stolz, dass es das „Größtes Schutzprojekt Österreichs“ bei Saalbach (Salzburg) durchführen wird. Im August 2018 wurde das Glemmtal nach heftigen Regenfällen durch Muren und Hangrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Jetzt und die nächsten zwanzig Jahre müssen Rutschhänge stabilisiert werden, um die Hochwasser- und Murengefahr für Saalbach und das Hintere Saalachtal zu verringern. Die Gesamtinvestition von 58 Mio. Euro „ist das bisher größte Schutzprojekt der Wildbach- und Lawinenverbauung unseres Ressorts“.

 

Die Pflanzen und Tiere der Alpen sind durch den Klimawandel bedroht. Die UNO warnt vor dem 6. großen Massenaussterben der Geschichte - das 5. Große Massenaussterben war vor 65 Millionen Jahren als die Dinosaurier ausstarben. Bis 2050 werden bei einer Beibehaltung unseres Lebensstils 1 Million Arten ausgestorben sein - das sind 150 Arten pro Tag!

Deshalb müssen klimaverändernde CO2-Emissionen und Treibhausgase so schnell wie möglich reduziert werden (bis 2030 um 50% im Vergleich zu 2010) und spätestens 2050 eine Nettonull erreichen. Nur dann ist die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent, dass sich der Temperaturanstieg auf 1,5°C einpendeln kann, der als einigermaßen "verwaltbar" gilt. Schon jetzt sind wir ja in Österreich bereits bei deutlich über +1°C. Die Folgen (Dürren, Hitze, Extremwetterereignisse etc.) sind seit den vergangenen Jahren deutlich spürbar und sichtbar.

Führende Wissenschaftler riefen kürzlich wieder im renommierten Wissenschaftsmagazin „Science“ dazu auf, umgehend zu handeln (siehe hier). Dort wird auf Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse festgestellt, dass die bisherigen Anstrengungen viel zu kurz griffen und wir jetzt umgehend etwas tun müssen. Die wissenschaftliche Faktenlage ist erdrückend und es kann keiner mehr sagen: „Das habe ich nicht gewusst!“

„Auf der ganzen Weltsitzen heute Verantwortungsträger an den Hebeln der Macht, die sich den dringend zu ergreifenden Maßnahmen und der sofortigen Reaktion auf das, was unser Planet einfordert, verweigern und so den kommenden Generationen die Zukunft nehmen, sie opfern. Wie viele Wirbelstürme sind noch notwendig? Wie viele Hitzewellen, wie viel Verschmutzung des Bodens und der Meere? Wie viel an Gletschereis muss noch schmelzen?“

Star-Regisseur Peter Sellars bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele Juli 2019

Petition

Wir als Climbers For Future möchten möglichst viele Menschen dazu bringen, unsere Petition zu unterzeichnen. Wenn 200.000 Unterschriften gesammelt sind, sind wir eine starke Stimme, die von der Bundesregierung gehört werden wird.
Darin fordern wir u.a., dass

  •  Österreich die Ziele des Pariser Klimaabkommens wirklich einhält und als Ziel in der Verfassung verankert.
  • Stopp dem Aus- und Neubau weiterer Skigebiete 
  • Stopp der Bodenversiegelung und –verdichtung in den Bergen

Hier gehts zur Petition

Jede*r kann etwas tun!

Wir wollen auch Mut machen, dass jede*r Einzelne*r etwas tun kann.

Stefan Gatt, der Gründer der climbersforfuture-Bewegung, zu dessen Leben Reisen um die Welt bisher fix dazu gehörten, sagt: „Jeder Flugzeugkilometer ist 31-mal schädlicher als ein Kilometer mit der Eisenbahn. Ich für mich habe die Entscheidung getroffen, dass ich nie mehr in meinem Leben einen Kurzflug unter 1500 km machen werde und auch sicherlich nicht mehr in den Himalaya fliegen werde. Wenn ich wieder dorthin möchte, werde ich mit dem Zug und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln fahren oder mit dem Radl. Meine geplante Tour nach Patagonien werde ich solange verschieben, bis es einen Flieger nach Buenos Aires gibt, der nicht mit Kerosin fliegt.“

Die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner, die als erste Frau alle 14 Achttausender ohne zusätzlich mitgeführten Sauerstoff bestiegen hat, sagt: 

„Jeder von uns hat die Möglichkeit, im täglichen Leben positiv auf das Klima Einfluss zu nehmen, bei der Ernährung, beim Energieverbrauch im Haushalt, beim Konsumverhalten, zum Beispiel etwas zu reparieren, statt neu zu kaufen. Und bei der Mobilität... jede auch noch so kleine bewusste Handlung zugunsten des Klimas wirkt.«

Bundespräsident Alexander Van der Bellen, unterstützt die Climbers For Future-Bewegung. Er sagt:

»Die Klimakrise ist die größte Herausforderung für uns als Menschheit. Unsere Generation ist die erste, die die katastrophalen Auswirkungen zu spüren bekommt und wahrscheinlich die letzte, die wirksame Maßnahmen gegen die Erderhitzung auf den Weg bringen kann. Wir alle, vor allem aber die Regierungen, können und müssen mehr tun als bisher. Wenn wir so weiterleben wollen, dann werden wir so nicht weitermachen können.«

Der österreichische Extrembergsteiger Peter Habeler, der als erster (mit Reinhold Messner) den Mount Everest ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen hat warnt:

»Es ist höchste Zeit, dass die Politik endlich Schritte unternimmt, unsere Alpen und unseren Lebensraum zu schützen, weil die individuellen Maßnahmen nicht ausreichend sind, die Klimakrise zu bewältigen. Wir brauchen mutige Entscheidungen von unseren Politikern und achtsames Handeln von uns selbst.«

Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. (Foto: climbersforfuture.org)
Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner. (Foto: climbersforfuture.org)
 
Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterstützt die Climbers for Future. (Foto: climbersforfuture.org)
Bundespräsident Alexander Van der Bellen unterstützt die Climbers for Future. (Foto: climbersforfuture.org)
Der österreichische Extrembergsteiger Peter Habeler warnt vor der Klimakrise. (Foto: climbersforfuture.org)
Der österreichische Extrembergsteiger Peter Habeler warnt vor der Klimakrise. (Foto: climbersforfuture.org)
 

Dr. Stefan Gatt

A-4040 Linz-Puchenau / Forstnerstraße 5
+43 664 210 50 95
info@climbersforfuture.org oder direkt unter office@stefangatt.at

Rückfragen und Interviewmöglichkeiten:

Dr. Stefan Gatt, wohnt in Linz, ist Bergführer, Vortragender, Coach. Erster Mensch, der den Everest ohne Sauerstoff mit dem Snowboard befahren hat. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen Mut zu machen, ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, damit die Berge auch in Zukunft noch Lebens- uns Erholungsraum sein können.
Er stellt auch gerne den Kontakt zu Expert*innen zu diesem Thema her.