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Gletscherbericht 2019/2020: Unaufhaltsamer Rückgang? (09.04.2021 - Gletscherbericht 2019/20)

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Gletscherbericht 2019/2020: Unaufhaltsamer Rückgang?

Alpenverein legt aktuelle Daten vor und plädiert für ausnahmslosen Gletscherschutz

Die Pasterze am Großglockner im Jahr 2020 (Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)zoom

[09.04.2021] 15 Meter Länge haben Österreichs Gletscher im Schnitt in nur einem Jahr eingebüßt – das belegt der aktuelle Gletscherbericht des Alpenvereins. Mit einer Verkürzung von 104 Metern wurde die größte Längenänderung am Hornkees in den Zillertaler Alpen (Tirol) gemessen. Trotz des verhältnismäßig schneereichen und damit gletscherfreundlichen Winters setzte der heiße Sommer den Eismassen im Beobachtungszeitraum 2019/2020 erneut stark zu. Der unaufhaltsame Gletscherrückgang führt auch vor Augen, wie dringend der Schutz der hochalpinen Flächen neu definiert werden muss.

Bildmaterial zum Gletscherbericht 2019/2020

Kostenfreie Verwendung der Bilder im Rahmen der Berichterstattung sowie unter Anführung des entsprechenden Bildnachweises. Große Vorschau beim Klick auf die Bilder (Download via Rechtsklick > "Grafik speichern unter").

Hornkees 2020zoom

Hornkees 2020
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / R. Friedrich)

Hornkees 2010zoom

Hornkees 2010

(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / R. Friedrich)

 
Hornkees 2000zoom

Hornkees 2000
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / R. Friedrich)

Hornkees 1976zoom

Hornkees 1976

(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / R. Friedrich)

 
Hornkees und Hornspitzen (Foto: ÖAV Museum und Archiv)zoom

Hornkees und Hornspitzen um 1920 (Foto: ÖAV Museum und Archiv)

Alpeinerferner 2018zoom

Alpeinerferner 2018
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Martin Stocker-Waldhuber)

Alpeinerferner um 1936zoom

Franz-Senn-Hütte gegen Alpeinerferner um 1936
(Foto: ÖAV Museum und Archiv)

 
Pasterze 2020zoom

Bild oben: Die Pasterze am Großglockner im Juli 2020 (Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze 2020zoom

Pasterze mit Johannisberg 2020
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze 2010zoom

Pasterze mit Johannisberg 2010
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze 1999zoom

Pasterze mit Johannisberg 1999
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

 
Pasterze 2020zoom

Pasterze 2020
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze 2010zoom

Pasterze 2010
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze 1999zoom

Pasterze 1999
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

 
Pasterze 2006zoom

Bild oben: Die Pasterze am Großglockner im Jahr 2006 (Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Pasterze um 1920zoom

Bild oben: Die Pasterze vor Großglockner (li.) und Johannisberg (re.), um 1920 (Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Archiv G.K. Lieb)

Gepatschferner 2020zoom

Gepatschferner 2020
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Bernd Noggler)

Gepatschferner 2020zoom

Gepatschferner 2020
(Foto: ÖAV Gletschermessdienst / Bernd Noggler)

 
Gepatschferner um 1920zoom

Gepatschferner um 1920
(Foto: ÖAV Museum und Archiv)

Gepatschferner um 1920zoom

Gepatschferner vom Weg zum Weissseejoch, um 1920
(Foto: ÖAV Museum und Archiv)

Gepatschferner um 1936zoom

Gepatschferner vom Gepatschhaus, um 1936
(Foto: ÖAV Museum und Archiv)

 
Gepatschferner im Vergleich: um 1920 & 2020zoom

Gepatschferner im Vergleich: um 1920 & 2020 (ÖAV Gletschermessdienst / Bernd Noggler)

Schlatenkees 2018zoom

Gletscherweg Innergschlöß, Schlatenkees 2018
(Foto: Alpenverein / Norbert Freudenthaler)

Innergschlöß und Schlatenkees um 1920zoom

Innergschlöß und Schlatenkees um 1920
(Foto: ÖAV Museum und Archiv)

Innergschlöß und Schlatenkees 2018zoom

Innergschlöß und Schlatenkees 2018
(Foto: Alpenverein / Norbert Freudenthaler)

 
Längenänderung 1960-2020.zoom

Die mittlere Längenänderung und die Anzahl der vorstoßenden (schwarz), stationären (hellgrau) und zurückschmelzenden (weiß) beobachteten Gletscher zwischen 1960 und 2020.

Grafik: Alpenverein

Temperaturabweichungzoom

 Die Abweichung der monatlichen und jahreszeitlichen Temperaturen zwischen Oktober 2019 und September 2020 vom Mittel 1981 –2010 an den drei Gebirgswetterstationen Sonnblick, Zugspitze und Säntis. Zu beachten sind die gleichsinnigen Abweichungen an den drei Stationen.

Grafik: Alpenverein

 
Lage der gemessenen Gletscher.zoom

Lage der im Gletscherhaushaltsjahr 2019/20 gemessenen Gletscher mit Angaben zur Veränderung der Gletscherstirn. Im Text genannte Wetterstationen, Webcam-Standorte und die fünf Gletscher mit den höchsten Rückzugswerten sind in der Karte verortet.

Abweichung des Niederschlags 2019/2020 vom Mittelzoom

Die Abweichung des Niederschlags der Akkumulationsperiode Oktober 2019 bis April 2020 vom langjährigen Mittel 1981–2010. 

(Quelle: www.zamg.ac.at)

 
Dr. Gerhard Lieb, ehrenamtlicher Leiter des Alpenverein-Gletschermessdienstes, tätig am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz.

(Foto: ÖAV Gletschermessdienst)zoom

Dr. Gerhard Lieb, ehrenamtlicher Leiter des Alpenverein-Gletschermessdienstes, tätig am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz. (Foto: ÖAV Gletschermessdienst)

Dr. Andreas Kellerer-Pirklbauer, ehrenamtlicher Leiter des Alpenverein-Gletschermessdienstes, tätig am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz.

(Foto: ÖAV Gletschermessdienst)zoom

Dr. Andreas Kellerer-Pirklbauer, ehrenamtlicher Leiter des Alpenverein-Gletschermessdienstes, tätig am Institut für Geographie und Raumforschung der Universität Graz. (Foto: ÖAV Gletschermessdienst)

Dr. Ingrid Hayek, Vizepräsidentin des Österreichischen Alpenvereins
(Foto: Alpenverein/ N.Freudenthaler)zoom

Dr. Ingrid Hayek, Vizepräsidentin des Österreichischen Alpenvereins (Foto: Alpenverein/ N.Freudenthaler)

 

Gletschermesser bei der Arbeit

Gletschermesser bei der Arbeit auf einem Gletschertisch am Guslarferner (Ötztaler Alpen) im Sommer 2019 (Foto: M. Stocker-Waldhuber)zoom

Gletschermesser bei der Arbeit auf einem Gletschertisch am Guslarferner (Ötztaler Alpen) im Sommer 2019 (Foto: M. Stocker-Waldhuber)

Statistik: Der Gletscherrückgang in Zahlen (Messperiode 2019/2020)

10 stärkste Rückgänge - Längenverluste in Metern:

1.Hornkees (Zillertaler Alpen, Tirol)
- 104,0
2.Alpeinerferner (Stubaier Alpen, Tirol) - 67,2
3.Pasterze (Glocknergruppe, Kärnten) - 52,5
4.Gepatschferner (Ötztaler Alpen, Tirol)          - 51,5
5.Schlatenkees (Venedigergruppe, Tirol)- 50,0
6.Ochsentaler Gletscher (Silvrettagruppe, Vorarlberg)
- 45,9
7.Untersulzbachkees (Venedigergruppe, Salzburg) 
- 44,0
8.Zettalunitzkees  (Venedigergruppe, Tirol) 
- 35,0
9.Freiwandkees (Glocknergruppe, Kärnten) 
- 34,0
10.         Hintereisferner (Ötztaler Alpen, Tirol)       
- 28,4

Der mittlere Rückzugsbetrag der 81 sowohl 2019 als auch 2020 vermessenen Gletscher betrug -14,3 m und ist damit zum Vorjahr (2018/19) gleich geblieben und unter dem Wert des Jahres 2017/18 mit -17,2 m (berechnet für 76 Gletscher). 

Stärkste Rückgänge pro Gebirgsgruppe in Metern:

Zillertaler Alpen:
Hornkees
- 104,0
Stubaier Alpen:Alpeinerferner
- 67,2
Glocknergruppe:Pasterze- 52,5
Ötztaler Alpen:Gepatschferner- 51,5
Venedigergruppe:Schlatenkees- 50,0
Silvrettagruppe:Ochsentaler Gletscher- 45,9
Goldberggruppe:
Ö. Wurten-Schareck
- 25,5
Dachstein:Gr. Gosaugletscher- 25,0
Ankogel-Hochalmspitzgruppe:
Kälberspitzkees
- 5,1
Schobergruppe:  
Gößnitzkees- 3,1
Granatspitzgruppe:
Sonnblickkees (Filleckzunge)
- 1,5
Karnische Alpen:
Eiskar-Gletscher             
- 0,3

Zum Vergleich: Gletscherbericht 2018/19


Stärkste Rückgänge pro Bundesland in Metern:

TirolHornkees
- 104,0
KärntenPasterze
- 52,5
Vorarlberg
Ochsentaler Gletscher- 45,9
SalzburgUntersulzbachkees
- 44,0
Oberösterreich
Gr. Gosaugletscher
- 25,0

Zum Vergleich: Gletscherbericht 2018/19


 
 
 
 

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